Felicia Zeller

Einsam lehnen am Bekannten


Felizia Zeller
©Valentin Wormbs

 

 

 

 

"Wenn ich Thesen hätte, würde ich sie auf einem Zettel an die Kirchtür schlagen."

(im Interview mit Tobias Becker, Spiegel Online)

Über das Buch

 

" In den Geschichten darin definiert sie unter anderem Kampftrinken neu, erwägt Kinderreichtum als alternative Lebensform, liest Schnitzler im Café, predigt in Kneipen, sucht die Ruhe, wird beinahe überfahren und bemüht sich, den Ansprüchen an eine große Dichterin gerecht zu werden. Ihr schwäbisch-berlinisch-phantastisch-analysierender Erzählstil ist dabei voller überraschender, witziger Wendungen, und sie erhielt dafür 2009 den Clemens-Brentano-Preis." (Lilienfeld Verlag)

 

"Zellers Blick ist böse, aber sie schaut genau hin - und überspitzt dann das, was sie sieht. Gnadenlos. Sie lässt die Berliner als frotzelnde und permanent Achseln zuckende Miesepeter erscheinen. Als würden die Hauptstädter immerzu dem Nichtstun frönen, die Hände in die Hosentaschen geparkt, und sich zuraunen, dass morgen doch auch noch ein Tag sei. Als wäre die Losung "Fünfe grade sein lassn" eine allgegenwärtige Attitüde in Berlin. Wobei: Glaubt man Zeller, wäre "Streben" auch schon wieder zu viel der Bemühung. Eher schleppen sie sich nuschelnd zur nächsten Energietankstelle, einer Berliner Bar also, an der schon ein lauwarmes Bier auf sie wartet. Was natürlich alles übertrieben ist, ungerecht und gemein, aber so ganz falsch leider auch wieder nicht. Zugegeben: Zellers Leitfaden Berliner Benehmens entlarvt die patzige Passivität der Hauptstädter. Und ihr mürrischer Tonfall beweist: Die Stuttgarterin hat sich erstaunlich gut assimiliert." (Hanna Petersohn, Spiegel Online)