Uwe Tellkamp

Der Turm


Foto: Sven Döring/Suhrkamp
Foto: Sven Döring/Suhrkamp

 

 

 

"Wer Dresden kennt, weiß: Diese Stadt liebt Deutungshoheiten. Sie hält sich für die schönste Stadt der Welt, Elbflorenz halt. Kein Dresdener aus dieser Schicht wollte was von den schlechten sanitären Verhältnissen wissen. Oder von den vielen Nazis in der Stadt. Das kratzt zu sehr am Lack des schönen Canaletto-Bildes. Klar, ich liebe diese Stadt. Und ich liebe meine Figuren. Aber das macht mich nicht blind für andere Wahrnehmungen."

(aus einem Interview mit dem Tagesspiegel, 13.10.2008) 

Uwe Tellkamp Der Turm
©Suhrkamp

Über das Buch

 

 

"In epischer Sprache, in eingehend-liebevollen wie dramatischen Szenen entwirft Uwe Tellkamp ein monumentales Panorama der untergehenden DDR, in der Angehörige dreier Generationen teils gestaltend, teils ohnmächtig auf den Mahlstrom der Revolution von 1989 zutreiben, der den Turm mit sich reißen wird." (Klappentext © Suhrkamp) 

 

"Der Turm ist eine gewaltige Kraftanstrengung, ein abschließender Blick auf die DDR, der groß angelegte Selbstvergewisserungsversuch eines bedeutenden Autors. Dass »deutsche« Themen, die in Westdeutschland in Zusammenhang mit der 68er-Bewegung »bewältigt« wurden, auf dem Territorium der DDR immer noch virulent sind, wird in diesem Roman sehr beredt. Es geht um Innerlichkeit, um individuelles Pathos, um Schicksal. Das Buch ragt aus der üblichen Saisonware deutscher Gegenwartsliteratur weit heraus. In der Beschreibung der kleinen DDR-Welten, der Ängste und Zerstörungen, in der Analyse einer Diktatur entwickelt es mitunter einen starken Sog." (Die Zeit)