Gerhard Streminger

Die  Fremde

Foto: ©Evelin Frerk
Foto: ©Evelin Frerk

"Die Aufgabe des Verstandes ist es, die Erfahrung zu ordnen, zu systematisieren, durch Phantasie Möglichkeiten einer Erklärung zu finden. Aber das Fundament des Erkennens, also dasjenige, was aus den Möglichkeiten das Richtige auswählt, ist die Erfahrung, nicht der Verstand. Ich kann mich nicht hinsetzen und die Welt aus dem Kopf heraus spinnen und dann annehmen, dass ich die Welt verstehe, sondern ich muss in die Welt hinaus schauen, sie also hören, betasten, spüren." (aus einem Interview mit dem hpd)

Über das Buch

 

 

 

 

"In der Idylle der schottischen Highlands soll ein Staudamm errichtet und ein ganzes Dorf umgesiedelt werden. Die dort lebenden Menschen werden über die ganze Welt verstreut, die Familie Macleod etwa nach Nordamerika. Jahrzehnte später eröffnet Emily Macleod ihrer Enkelin Enya Brief um Brief ihre eigene Geschichte und die Geschehnisse von damals - bis hin zu ihrer Rückkehr nach Schottland, wo Emily nach vielen Jahren ihr Heimatdorf noch einmal aus dem Wasser aufsteigen sieht, um es dann für immer zu verlieren." (Klappentext © Braumüller)

 

" "Die Fremde" ist für den Leser, der die Schwingungen wahrzunehmen versteht, die das Wort Heimat auslöst, ein Roman, der die Rückschau auf die eigene Vergangenheit geradezu forciert. Heimat war und ist jenseits der ihm fälschlicherweise zugeordneten Konnotation ein Begriff, der ein Individuum definiert und der nicht zuletzt darüber entscheidet, welcher Mensch wir geworden sind. Der Verlust der Heimat oder schlimmstenfalls das niemals Kennen einer solchen dürfte einer der Faktoren sein, der den sich so modern wähnenden Menschen singularisiert hat." (Michael Kreisel, InkulturA-online)