Nina Jäckle: Zielinski

Nina Jäckle Zielinski

Nina Jäckle
Foto: ©Schroeder/Klöpfer&Meyer

 

 

 

 

"Das Schreiben fordert eine gewisse Klarheit, ich weiß nicht, ob es Klarheit verschafft. Vielleicht sogar im Gegenteil, denn das Schreiben macht mir persönlich immer wieder klar, dass mir Klarheit im Grunde auch nichts nützt."

(Nina Jäckle in einem Interview mit meinsbh)

Nina Jäckle Zielinski

Über das Buch

 

"Es ist Zielinski, der da aus dem Nichts heraus Einzug in die Wohnung eines allein lebenden Mannes hält. Zielinski, der gepflegte, höfliche Fremde, lebt fortan in einer mit blauem Samt ausgeschlagenen Holzkiste, im größten Zimmer des erzählenden Protagonisten...Dieser Roman stellt auf eine raffinierte, absurd witzige und mitreißende Weise dar, wie Phantasien und Systeme greifen, wie es funktioniert, sich selbst voll und ganz in eine verheerende Idee zu verstricken, sich sogar in sie zu verlieben...Dieser Roman ist ein poetischer Seelenkrimi, ein sich immer enger schnürender und ein immer schneller drehender Erzähl- und Mahlstrom. Eine virtuose, radikale Verschiebung des Seins, der Wahrnehmung." (Klappentext)

 

"Verdichtung und Zauber entstehen aus der Ambivalenz der Figur, die sich zeitweilig zur Realität öffnet, etwa wenn sie ins Erzählen über ihre Kindheit kommt dann jedoch immer wieder in die Scheinwelt zurückfällt. Dass Nina Jäckle damit auf künstlich aufgesetzte "Thriller"-Elemente zu Gunsten der Erzählung (und letztlich dem "Wohl" der Hauptfigur) verzichtet, kann ihr nicht hoch genug angerechnet werden...In seiner sehnsuchtsvollen Weltabgewandtheit ist Schoch zuweilen fast erschreckend "normal". "Zielinski" ist keinesfalls so harmlos, wie es zunächst scheint. Es ist ein Buch für Freunde des sanften, des nachhaltigen Schauderns." (Gregor Keuschnig, Glanz und Elend)