David Albahari

Die Ohrfeige

David Albahari
Foto: © privat

 

 

 

 

 

 

 

"[Literatur] kann dem Leser Ideen vermitteln, wie sein Leben aussehen könnte, wenn er anders mit den Dinge umgehen oder anders denken würde. Jeder Leser muss sich auf seine Weise in einem Buch entdecken. Ich glaube aber nicht, dass Literatur eine moralische Anstalt sein kann und sollte. Ein Schriftsteller soll weder Lehrer noch Priester sein, er soll dem Leser Möglichkeiten aufzeigen."

(im Interview mit der NZZ, 10.5.2008)

David Albahari Die Ohrfeige

Über das Buch

 

"Der Erzähler in David Albaharis neuem Roman schreibt einmal die Woche eine Kolumne für eine Belgrader Zeitung, ansonsten macht er das, was viele in zerfallenden autoritären Regimen tun: Er macht sich unsichtbar. Bis eine zufällige Beobachtung seine Neugier weckt. Ein Mann ohrfeigt eine Frau. Sein unmittelbarer Impuls, dem Übeltäter zu folgen, weicht dem Gefühl der Unsicherheit, als er einen weiteren Mann bemerkt, der ihn und die Szene gesehen hat. Kurz darauf sind beide Männer und die Frau verschwunden, und unser namenloser Erzähler versucht ein Rätsel zu lösen, das scheinbar keine Lösung hat..." (Klappentext ©Schöffling)

 

"Bei Albahari geht es stets wunderbar altmodisch um Gut und Böse, Treue und Verrat und zugleich raffiniert postmodern um das Spiel mit täuschenden Perspektiven, mit Lügen, die sich als wahr, und Wahrheiten, die sich als Trug erweisen.

Ein am Rand des Wahnsinns delirierender unerhörter Monolog

Der Roman Die Ohrfeige, jetzt von Mirjana und Klaus Wittmann mit sprachschöpferischer Intensität ins Deutsche übertragen, ist sein Meisterwerk, ein grandioser, am Rande des Wahnsinns delirierender Monolog, der den Ich-Erzähler in rätselhafte Geschehnisse verwickelt (...) David Albahari hält seinen Roman bis zuletzt in der Schwebe von Politik und Kabbala, Aufklärung und planmäßiger Verwirrung, von Erkenntnis und Rätsel." (Karl-Markus Gauss, DIE ZEIT)